UKW FREQUENZEN
14.11.17: Termine für LKW-Blockabfertigung 2018 sollen in wenigen Tagen fixiert werden; Alkolenker ohne Führerschein verursacht Frontalzusammenstoß in Westendorf & Borkenkäfer verursachen heuer so viel Schadholz wie seit zehn Jahren nicht mehr

Bis zu 30 Mal soll nächstes Jahr bei Kufstein die heuer bereits dreimal durchgeführte LKW-Blockabfertigung durchgeführt werden. Das hat Landeshauptmann Günther Platter gestern wie berichtet angekündigt. Er spricht von einer bewährten Notmaßnahme. Und diese Maßnahme scheint, obwohl Bayern sich bei der EU beschweren wird, auch rechtlich gedeckt zu sein, wie ein renommierter Europarechtsexperte meint. Für ihn sei es durchaus verhältnismäßig, stündlich nur 300 LKW nach Tirol durchfahren zu lassen, da zum einen die Autobahn in Tirol nachweislich nicht mehr LKW aufnehmen könne und zum anderen die Blockabfertigung ohnehin nur an neuralgischen Tagen durchgeführt werde. In den nächsten Tagen sollen dann auch die Termine für diese bis zu 30 Blockabfertigungen festgelegt werden, heißt es vom Land. Längerfristig soll in Tirol eine LKW-Obergrenze von einer Million Transit-LKW jährlich durchgesetzt werden. Heuer sind bis jetzt bereits rund zwei Millionen LKW durchs Land gefahren.

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Auf der Brixentalstraße in Westendorf ist gestern gegen Viertel vor sieben Uhr am Abend ein 38jähriger Einheimischer mit seinem Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und in den PKW einer 47jährigen Einheimischen geprallt. Beide Personen wurden unbestimmten Grades verletzt in das BKH St. Johann gebracht. Der 38jährige Unfalllenker war alkoholisiert und besitzt derzeit keinen gültigen Führerschein. Dieser wurde ihm schon vor geraumer Zeit abgenommen. Der Unterländer wird angezeigt.

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Tirols Fichtenwälder sind heuer so sehr von Borkenkäfern befallen wie schon seit zehn Jahren nicht mehr. Rund 120.000 Festmeter Schadholz sind laut Christian Schwaninger von der Landesforstdirektion alleine heuer zu beklagen.

„Die sehr warmen Temperaturen haben dazu geführt, dass einerseits die Borkenkäfer sich sehr rasch entwickeln haben können und andererseits die Bäume geringere Möglichkeiten gehabt haben, sich gegen den Borkenkäferbefall zu wehren, weil die Wasserversorgung zeitweilig zu gering war.“

Jetzt heißt es, das Schadholz vor allem in den Schutzwäldern rasch aufzuarbeiten, damit sich der Borkenkäfer nicht noch weiter ausbreiten kann. Letztes Jahr haben Borkenkäfer in Tirols Wäldern rund 110.000 Festmeter Holz zerstört.

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Trotz Ankündigung am Wochenende hat der Grüne Innsbrucker Gemeinderatsklub Mesut Onay noch nicht ausgeschlossen. Gestern Abend hätte Onays Ausschluss wegen eines sexuellen Übergriffs vor zwölf Jahren eigentlich beschlossen werden sollen. Das ist jedoch nicht geschehen. Zuerst wolle man noch das persönliche Gespräch mit Onay suchen, hieß es gestern Abend. Für den Spitzenkandidaten der Innsbrucker Grünen bei den bevorstehenden Gemeinderatswahlen, Georg Willi, ist die Entscheidung gefallen.

„Die Sache ist entschieden. Ich habe mit ihm all das beschlossen, welche Konsequenzen der Beschluss des Innsbrucker Klubs für mich als Spitzenkandidaten hat und da war unser beider Erkenntnis, dass da kein schlagkräftiges Team entstehen kann. Und deswegen bin ich ihm dankbar, dass er gesagt hat, er zieht sich von der Wahlliste zurück“,

so Willi.

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In Wien verhandeln morgen Vertreter aus den Bundesländern mit EU-Gesandten über die geforderten Natura-2000-Nachnominierungen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter hat letzte Woche ja wissen lassen, dass er nicht daran denke, weitere Nachnominierungen vorzunehmen. Für diese Blockadehaltung muss sich Platter scharfe Kritik aus den Reihen des grünen Koalitionspartners aber auch vom Umweltdachverband gefallen lassen. Sollte Österreich das laufende EU-Vertragsverletzungsverfahren verlieren, müssten Strafen in Millionenhöhe gezahlt werden, kritisiert der Umweltdachverband. Gegen ihn wettert wiederum Tirols Wirtschaftsbund-Chef Franz Hörl. Der Dachverband würde gegen die Interessen Tirols arbeiten, heißt es in einer Aussendung.

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Am Bahnhof in Rattenberg haben gestern Nachmittag zwei unbekannte Jugendliche versucht, einer 60jährigen Einheimischen durch Ablenkung die Handtasche zu entreißen. Geglückt ist ihnen das nicht, die Unbekannten sind davon gerannt. Wesentlich geschickter versuchen Taschendiebe ihre Opfer zu bestehlen. Und ebensolche Langfinger sind vermehrt bei größeren Menschenansammlungen wie zum Beispiel auf Christkindlmärkten unterwegs.

„Genau so ist es, ja. Menschenansammlungen sind natürlich für Taschendiebe die Gelegenheit. Sie versuchen immer wieder Leute abzulenken. Sie werden von den Tätern angesprochen wegen irgendeines Vorwandes und dann wird die Gelegenheit am Schopfe gepackt. Meistens agieren Taschendiebe im Team: einer lenkt ab, der andere greift zu“,

sagt Hans-Peter Seewald von der Kriminalprävention des Landeskriminalamtes. Er rät unter anderem, nur wenig Bargeld einzustecken und dieses direkt am Körper zu tragen. Wer auf die Geldtasche nicht verzichten kann, sollte auch diese zum Beispiel in einer Innenjacke verstauen.

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Bei einem Arbeitsunfall in Radfeld wurde gestern Nachmittag ein 36jähriger Einheimischer schwer verletzt. Beim Verladen von Stahlträgern auf einer Baustelle hatte der 36jährige versucht, verkantete Einlegehölzer zu lösen, als seine recht Hand kurze Zeit zwischen dem Stahlträger und dem Sattelaufleger eingequetscht wurde. Der Unterländer wurde in die Klinik Innsbruck gebracht.

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Die neue Nationalrätin und Vorsitzende der SPÖ-Frauen Selma Yildirim kritisiert den derzeitigen Zustand der Kinderbetreuung in Tirol. Sie sieht nach wie vor großen Aufholbedarf. Vor allem bei den Öffnungszeiten und der Kleinkindbetreuung. Und sie fordert für beide Geschlechter, dass es möglich sein muss, einer Erwerbsarbeit nachzugehen und trotzdem eine Familie und Kinder zu haben. Vor allem für Frauen in Landgemeinden ist das allerdings gegenwärtig ein Ding der Unmöglichkeit.
Für Yildirm ist daher der Anspruch auf einen Papamonat und mehr finanzielle Leistungen, wenn die Karenzzeit aufgeteilt wird, sinnvoll.

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Und Tourengehen boomt auch heuer wieder! Der erste Schnee ist gefallen, viele juckt es schon in den Füßen und richten ihre Ausrüstung her oder kaufen sich eine neue. Häufig verhalten sich Tourengeher am Berg jedoch falsch und das führt zu oft schweren Unfällen. Am Achensee wurde deshalb jetzt ein neuer Tourenlehrpfad errichtet.

„Die Teilnehmer werden auf sieben Stationen durchgeführt. Der Lehrpfad ist ungefähr zwei Kilometer lang mit 200 Höhenmetern. Vermittelt wird das Wissen, das ich brauche, wie ich als Tourengeher das Gelände einschätzen kann, wie eine Schneebrettlawine entstehen kann, wie die Schneebeschaffenheit ist. Also einfach alles was wichtig ist, wenn ich im Winter im freien Gelände unterwegs bin“,

erklärt Maria Wirtenberger vom Achensee Tourismus. Der Lehrpfad richtet sich aber nicht nur an Tourengeher sondern zum Beispiel auch an Schneeschuhwanderer.



(für Radio U1Tirol,Peter Marksteiner)

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