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Dienstag, 17. März 2020

* Stand heute Früh 311 COVID-Infizierte in Tirol

* tausende Betten in Notspitälern werden eingerichtet

* unbedingt auf Skitouren und Wanderungen verzichten!

In Tirol sind aktuell 311 Personen am Coronavirus erkrankt. In vielen Fällen verläuft die Krankheit nur sehr mild, gerade bei älteren Personen oder chronisch Kranken kann eine Coronavirusinfektion aber auch schwerwiegend verlaufen. Damit das Tiroler Gesundheitssystem entsprechende Kapazitäten frei hat, ist es so wichtig, dass jetzt sowohl Ansteckungen als auch Freizeitunfälle vermieden werden, und wirklich alle dahoam bleiben und ihren Beitrag zur Krisenbewältigung leisten:


„Deshalb geht dieses Krisenmanagement nur mit der Tiroler Bevölkerung. Nur wenn Sie so viel wie möglich dahoam bleibn, weil sonst haben wir wirklich das Problem, dass die Zahl jener, die eine Neuinfektion bekommen, dass das drastisch steigt, und unser Gesundheitssystem kollabiert. Das ist eigentlich das Problem, und die Herausforderung, die wir bewältigen müssen.“


So Landeshauptmann Günther Platter. Seit Samstag arbeitet der Einsatzstab Gesundheit fieberhaft daran, zusätzliche Spitalskapazitäten zu schaffen. Ab sofort stehen für dringliche Fälle bereits mehr als 1.300 Betten an den Tiroler Spitälern zur Verfügung zusätzliche 1.100 Betten in leerstehenden Hotels, Reha-Einrichtungen und Krankenpflegeschulen sollen folgen.


„Also 1.323 in allen Tiroler Spitälern, davon 570 im Zentralraum, betrifft Innsbruck und Natters, Hochzirl. 200 in Zams, 60 in Reutte, 86 in Hall, 66 in Schwaz, 160 in Kufstein, 146 in St. Johann und 35 in Lienz, also in allen Bezirken jetzt freigeschaufelt für dieses Thema, und so auch bei den Notkrankenstationen. Also wir haben in allen Bezirken jetzt Kapazitäten.“


So Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Außerdem hat das Land vorsorglich jetzt zwei Millionen Schutzmasken und diverse Schutzanzüge für die Einsatzkräfte und das medizinische Personal bestellt, um wirklich für den Ernstfall vorbereitet zu sein. Auch beim Personal wird aufgestockt, so haben sich unter anderem viele pensionierte Ärzte freiwillig gemeldet, und auch Medizinstudenten und Formulanten sollen mithelfen, die Coronakrise bestmöglich zu bewältigen.



Auch wenn Spazieren gehen – alleine oder mit einer Person die im gleichen Haushalt lebt – laut der Verordnung des Bundes erlaubt ist, appelliert Landeshauptmann Günther Platter an alle, jetzt daheim zu bleiben:


„Das Spazieren gehen alleine, oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt wird erlaubt. Ich appelliere aber an die Tiroler Bevölkerung, unseren Weg freiwillig mit zu gehen, und das Haus nicht zu verlassen!“


Ganz wichtig ist auch, dass Freizeitunfälle vermieden werden, damit die Einsatzkräfte nicht gebunden sind, und die Kapazitäten in den Spitälern für Coronapatienten frei bleiben:


„und ganz wichtig ist es, dass die Tirolerinnen und Tiroler nicht zur Skitour oder zum Wandern auf den Berg gehen. Alle Einsatzkräfte müssen sich auf das Coronavirus konzentrieren. Und wir können die Versorgung nicht gewährleisten.“


Auch der Alpenverein appelliert eindringlich an alle Sportler, zum jetzigen Zeitpunkt auf Bergtouren und andere sportliche Aktivitäten im Freien und in den Bergen momentan zu verzichten. Gerade der Bergsport ist untrennbar mit Eigenverantwortung verbunden, deshalb ist auch in der aktuellen Risikosituation ein verantwortungsbewusster Umgang unumgänglich. Jeder muss jetzt seine eigenen Interessen kurz zurückstellen, und mit gutem Beispiel vorangehen, sagt Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora. Und auch vom Lawinenwarndienst Tirol heißt es, jeder Unfall in den Bergen ist zur Zeit eine unnötige Belastung für das Tiroler Gesundheitssystem, deshalb bitte daheim bleiben!



Dass der Appell zum Dahoambleiben wirkt, zeigen aktuelle Zahlen. An den Tiroler Schulen war gestern nicht mal ein Prozent aller Schülerinnen und Schüler. Landeshauptmann Platter zeigt sich hier einerseits dankbar, dass die Menschen die Situation ernst nehmen, und ihre Kinder zu Hause lassen. Andererseits auch dankbar dass all jene, die ihre Kinder aktuell nicht zu Hause betreuen können, weiterarbeiten, weil sie es sind, die das Land momentan am Laufen halten. Sei es im Gesundheitssystem, im Sicherheitsbereich, in der Versorgung oder auch im Produktions- und Transportkreislauf.



Landeshauptmann Günther Platter und Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg müssen sich mittlerweile aber auch heftige Kritik gefallen lassen. Die beiden hätten viel zu langsam gehandelt, und mit der Schließung der Skigebiete zu lange zugewartet, mancher behauptet sogar, die Touristiker hätten die Landesregierung regelrecht erpresst. Fehlverhalten gestehen die beiden bis dato noch nicht ein, auch nicht, was den Vorwurf betrifft, dass Gäste aus der Quarantäne im Paznaun oder aus St. Anton abgereist sind, und noch eine Nacht in Innsbruck und anderen Orten in Tirol übernachtet haben. Hierzu sagt Platter:


„Von der Organisation ist nichts falsch gelaufen, weil ja alle jene, die den Urlaubsort verlassen haben, ein Formular unterfertigt haben, dass sie das Urlaubsland ohne Zwischenstopp verlassen müssen. Wenn diese Eigenverantwortung nicht wahrgenommen wird, und die Gäste, die eigentlich durchfahren hätten müssen, da oder dort Quartier gesucht haben, ist das in ihrer Verantwortung zu sehen. Wir können nicht überall die Polizei hinstellen! Deshalb funktioniert die ganze Sache nur dann, wenn sich die Leute nach unseren Vorgaben verhalten.“


Genauso sieht das auch der Ischgler Bürgermeister Werner Kurz:


„Wir haben alle Verordnungen, die wir von der Behörde erlangt haben, umgehend umgesetzt. Und letztendlich auch die Aprés Ski Lokale, und schlussendlich auch das Skigebiet geschlossen. Und wir waren ja da die ersten. Also wir haben alle Verordnungen umgehend umgesetzt.“


Neben den Einheimischen sind allein in Ischgl aktuell noch knapp 1.000 Saisonarbeiter und österreichische Gäste vor Ort, die Versorgung sei gesichert, so Kurz.



Im Zusammenhang mit der Coronakrise haben sich viele Tiroler zuletzt Sorgen um ihr Geld gemacht, und die Banken und Bankomaten regelrecht gestürmt. Beim Bargeld sind aber keinerlei Engpässe zu erwarten, sagt Oswald Wolkenstein, Geschäftsführer der Sparte Banken und Versicherungen in der Tiroler Wirtschaftskammer:


„Wir haben schon vorgebaut, wir haben schon gewusst was da passiert. Es ist sicher nicht einfach was da gerade passiert, aber die Kassabestände sind da, und wir können hier Entwarnung geben.“


Generell raten die Experten momentan dazu, bargeldlos zu zahlen, da sich Viren auf Geldscheinen vergleichsweise lange halten können. Vorübergehend ist seit gestern auch die Bank Austria Filiale in Innsbruck geschlossen worden, und zwar zur Tiefenreinigung und Desinfektion, wie es heißt. Die Selbstbedienungsfoyers sind auch dort weiterhin uneingeschränkt geöffnet.



Übrigens gibt es nach den Besuchseinschränkungen in Krankenhäusern und Altersheimen jetzt noch weitere Beschränkungen, die aber ohnehin mit der aktuellen Ausgangssperre korrespondieren. Die Einschränkungen betreffen den Strafvollzug. Häftlinge dürfen bis auf Weiteres keinen Besuch mehr empfangen, auch alle Freigänge werden gestrichen, das hat Justizministerin Alma Zadic gestern verkündet. Auch am Innsbrucker Landesgericht gibt es Einschränkungen. Weil die Gerichtsbarkeit aber auch in Krisenzeiten funktionieren muss, werden unaufschiebbare Prozesse wie beispielsweise zu Haftprüfungen fortgesetzt, oftmals allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. 95% aller Verhandlungen sind abberaumt, sprich verschoben worden. Darunter auch der Prozess um die Ermordung der französischen Austauschstudentin Lucile in Kufstein, oder der Mord an einem Pakistani in Innsbruck Wilten, im letzten Frühjahr.