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Donnerstag, 19. März 2020 - Josefitag

* Ganz Tirol steht unter Quarantäne

* Grenzen zu Tirol werden geschlossen

* 474 bestätigte Fälle in Tirol

Tirols Landeshauptmann Günther Platter hat gestern am Abend in einer Rede an seine Landsleute die wohl bislang drastischste Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus angekündigt. Um Punkt Mitternacht sind nämlich ausnahmslos ALLE 279 Tiroler Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden:

Das Virus breitet sich stetig aus. Es ist daher laut unseren Experten erforderlich, dass wir weitere Einschränkungen vornehmen. Einschränkungen, die in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Bundesregierung erfolgt sind, und die Sie alle noch härter treffen werden. Das heißt: Tirol isoliert sich selbst. Wir erlassen eine Quarantäneverordnung für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung oder um die Daseinsvorsorge geht - und dann nur zum nächstgelegenen Ort. Zur Arbeit darf weiterhin auch über Gemeindegrenzen hinweg gependelt werden - etwa von Telfs nach Innsbruck. Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden. Was zum Beispiel nicht geht ist, in einen anderen Ort zu fahren, wenn im eigenen Dorf ein Lebensmittelgeschäft zur Verfügung steht.

Sagt Landeshauptmann Günther Platter. Zur Arbeit darf aber ausdrücklich weiterhin gependelt werden, wie zum Beispiel von Telfs nach Innsbruck. Neben der Selbstisolation des gesamten Bundeslandes, grenzt sich Tirol auch zu seinen Nachbarn ab:

Diese Selbstisolation Tirols stellt einen weitreichenden Schritt dar. Das heißt, dass nur jene nach Tirol einreisen können, die in Tirol zu Hause sind oder in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten. Der Warenverkehr ist unter bestimmten Voraussetzungen gestattet.Dass sich Tirol selbst isoliert, ist absolut notwendig. Weil wir verhindern wollen, dass einerseits das Virus von Tirol aus weiterverbreitet wird und wir uns andererseits auch zusätzlich schützen können. Ich weiß, dass wir Ihnen mit diesem Schritt noch mehr abverlangen als das schon bisher der Fall war. Trotzdem ist es notwendig. Ich bitte Sie: Halten wir in dieser schwierigen Zeit zusammen. Halten wir uns an alle Maßnahmen. Und ich bin mir sicher: Gemeinsam packen wir das.

So Platter. Die Quarantäne für alle Tiroler Gemeinde gilt bis einschließlich 5. April 2020. Sonderreglungen gibt es weiterhin für St. Anton am Arlberg, Sölden und das Paznaun. Diese Gebiete dürfen die Einwohner nach wie vor auch nicht für die Arbeit verlassen.



Tirol ist nach wie vor das am stärksten vom Corona-Virus betroffene Bundesland in Österreich.  Die Infektionszahlen sind auch gestern weiter angestiegen. 30 neue Fälle sind dazu gekommen. Damit sind in Tirol Stand gestern Abend 474 Person mit dem Virus infiziert. Darunter befindet sich, wie man jetzt weiß, auch ein Turnusarzt des Krankenhauses Zams. Der Mediziner befindet sich aktuell in Heimquarantäne. Bis dato seien in Zams elf Mitarbeiter, die als Kontaktpersonen gelten, unter häuslicher Isolation. Auch das Seniorenheim in Aldrans meldet einen positiven Coronavirus Fall. Ein 95-Jähriger Bewohner ist an dem Virus erkrankt.



In der jetzigen Krise ist vor allem eines gefragt, Solidarität. Wir alle müssen mithelfen. Viele Einsatzkräfte und das medizinische Personal arbeiten seit Tagen oder sogar Wochen unter Dauerstress. Und so geht es auch den Mitarbeitern im Lebensmittelhandel. Auch hier sind die Beschäftigten momentan bis zur Belastungsgrenze gefordert. Der ÖGB Tirol und die Gewerkschaft der Privatangestellten fordern deshalb eine Öffnungszeitbeschränkung. Dass in Tourismusregionen die Geschäfte nach wie vor am Sonntag offen haben, obwohl die Touristen längst alle abgereist sind, mache wenig sind, so die Gewerkschafter. Damit die Handelsangestellten ausreichend Ruhe bekommen, schlagen sie eine Beschränkung der Öffnungszeiten vor, und zwar von 8 Uhr 30 in der Früh, bis 18 Uhr am Abend.



Heute ist Landesfeiertag, daher haben alle Schulen heute komplett geschlossen. Im Moment gibt es ja noch an der Unterstufe ein eingeschränktes Betreuungsangebot für Schüler. Gestern haben dieses Angeobt laut Informationen der Bildungsdirektion 196 Kinder genutzt.



Alleine im Bezirk Kufstein gibt es mit Stand gestern Abend – das sind die aktuellsten vorliegenden Zahlen – knapp 30 Corona-Patienten. Das ist eine Verdoppelung gegenüber dem Tag davor. Bezirksahuptmann Christoph Platzgummer bestätigt gegenüber Radio U1 Tirol auch, dass vermehrt Ärzte im Bezirk auf Corona getestet worden sind.

Das Coronavirus macht keinen Unterschied zwischen Berufsgruppen und so gibt es auch Ärzte, die an dem Virus erkrankt sind. Grundsätzlich ist es schon so, dass also im Ärztebereich eine recht kräftige Testung erfolgen mussten. Ob das dann alles positive Tests sein werden, oder das Ergebnis sein wird, haben wir noch nicht auf dem Tisch.

Gerüchte, dass vor allem niedergelassene Ärzte im Raum Kramsach, Münster, Brandenberg angesteckt worden sind, will Platzgummer weder bestätigen noch dementieren. Er versicher jedenfalls: in keiner Region des Bezirkes und des Landes sei die Patientenversorgung derzeit gefährdet.



Die sieben Tiroler ÖVP Nationalräte regieren jetzt ebenfalls auf die derzeitige Situation und haben beschlossen, an der für Freitag anberaumten Sitzung des Nationalrates in Wien nicht teilzunehmen. Herman Gahr, Sprecher der Tiroler ÖVP Nationalräte sagt, dass es selbstverständlich ist nach der Einstufung Tirols als Risikogebiet uns zu hundert Prozent an diese Vorgaben zu halten.


Selbst in der jetzigen Krisen-Situation schrecken manche Kriminelle vor nichts zurück. Das Bundeskriminalamt warnt nämlich vor unterschiedlichen Betrugsmaschen, wo Täter die Verunsicherung der Bevölkerung, vor allem von älteren Menschen, schamlos ausnutzen wollen. Gewarnt wird unter anderem vor dem sogenannten Enkel-Neffen-Trick, wo sich der Anrufer als Angehöriger oder Nachbar ausgibt und behauptet er brauche Geld, weil er am Corona-Virus infiziert sei und die Behandlung nicht bezahlen kann. Die Polizei appelliert, solche Anrufe oder ähnliche, wo sich Betrüger unter anderem auch als Polizisten ausgeben, zu ignorieren und Anzeige zu erstatten.



Und die Österreichischen Bundesbahnen haben gestern um Punkt 18 Uhr mit einem Hubkonzert ein Danke an alle gerichtet, die jetzt im Moment unser Land am Laufen halten. Wir sagen natürlich auch DANKE.