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Freitag, 20. März 2020

* Coronavirus: Weitere Infektionen in Tirol

* Flughafen Innsbruck sperrt komplett zu

* Böschungsbrand in Pfons

Gestern am Donnerstag sind insgesamt 53 weitere Personen positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Damit ist die Zahl der Corona-Virus Infizierten in Tirol auf 530 angestiegen, das teilt das Land mit. Rund 30 Personen werden aktuell stationär an der Klinik versorgt, 5 davon liegen auf der Intensivstation. Seit Beginn der Corona Krise sind in Tirol mehr als 5.400 Tests durchgeführt worden.



Positiv auf Corona getestet worden ist, wie die Behörden bekannt geben, auch eine Person im Leitungsbereich eines Reha-Therapiezentrums in Walchsee. Die Person hat sich bereits vergangen Sonntag selbst isoliert. Der Mitarbeiter soll vor dem Auftreten der Symptome keinen Kontakt mehr zu den Patienten gehabt haben. Dennoch sind alle Patienten umgehend einzeln isoliert worden und die Therapie wurde eingestellt. Gestern am Donnerstag sind dann 27 Patienten unter Einhaltung strenger Auflagen dazu aufgefordert worden, nach Hause zu fahren. Reha- und Kurzentren werden heute generell österreichweit geschlossen.



Der Flughafen Innsbruck schließt am kommenden Montag, den 23. März, das erste Mal in seiner Geschichte komplett. Nicht nur, dass in Zeiten der Corona-Krise die Gesundheit der Mitarbeiter das Wichtigste ist: eine Fortführung wäre vorübergehend schlichtweg nicht wirtschaftlich, wie die nackten Zahlen belegen:

In den letzten zehn Tagen ist es täglich weniger geworden, bis fast auf null. Wir haben gestern noch zwei Abflüge nach Hamburg und Moskau gehabt. Am Montag sieht es dann so aus, dass wir wirklich schließen, vorübergehend, bis sich die Lage beruhigt hat und die Airlines auch Innsbruck wieder in Programm aufnehmen. Es war sicher die schwerste Entscheidung, die wir hier am Flughafen Innsbruck je treffen haben müssen.

Sagt der stellvertretende Direktor des Flughafens Innsbruck, Patrick Dierich. Ein Teil der 160 Mitarbeiter führt in der nächsten Woche noch notwendige Wartungs- und Reinigungsarbeiten durch, der Rest baut Überstunden und Urlaub ab. Am 1. April sollen alle bis auf Weiteres in Kurzarbeit gehen. Kündigungen sind laut Dierich keine angedacht.



Apropos Kurzarbeit. Viele Betriebe in Tirol haben bereits aufgrund der aktuellen Krise Kurzarbeit beim AMS angemeldet, weitere ziehen dies in Erwägung. Die AK, der ÖGB und die Wirtschaftskammer haben gestern gemeinsam mit der Bundesregierung ein neues Corona-Kurzarbeit-Modell ausverhandelt. Jetzt stehe allen Unternehmen ein wichtiges Instrument zur Verfügung, um in diesen Krisenzeiten Arbeitsplätze zu retten. Das Modell ist für praktisch alle Betriebe geeignet, vom kleinen Friseursalon bis zum großen Industriebetrieb, sagt Tirols AK Präsident Erwin Zangerl. Da wo Kurzarbeit möglich ist, gebe es keinen Grund für Kündigungen, so Zangerl.



Seit gestern, nachdem ganz Tirol unter Quarantäne gestellt worden ist, gibt es wohl die eine oder andere Frage der Bevölkerung. Zum Beispiel, ob man jetzt noch seine Lebensgefährtin, seinen Lebensgefährten in einer anderen Gemeinde besuchen darf:

Ich glaub wir werden alle einer Meinung sein, dass im Sinne der Deckung von Grundbedürfnissen, das klingt jetzt sehr technisch, wahrscheinlich auch eine Beziehung darunterfallen wird.

So Landesamtsdirektor Herbert Forster. Was definitiv nicht mehr erlaubt ist, ist Joggen, Radfahren, Berg oder Skitouren gehen, das wird auch von der Polizei geahndet, heißt es vom Land.



Auch wenn in Zeiten der Corona-bedingten Quarantäne auf Tirols Straßen vergleichsweise wenig los ist, so sollte das kein Freifahrtschein für Verkehrsrowdys sein, sagt Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe:

Wir sehen sowohl am Brenner Rückgänge bei die 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als auch bis zu 65 Prozent am Grenzübergang Kiefersfelden. Also der Verkehr ist extrem zurückgegangen. Ich möchte aber trotzdem an alle appellieren, die trotzdem unterwegs sein müssen, sich an die Verkehrsregeln zu halten und auch die Geschwindigkeit anzupassen. Was unser Gesundheitssystem außerordentlich belastet sind Unfälle.

Auch Freizeitunfälle sollen unbedingt vermieden werden, um das Gesundheitssystem nicht noch zusätzlich zu belasten. Deshalb sind auch Skitouren, Radfahren, Wandern und so weiter während der Quarantänezeit strikt untersagt.



In Tirol ist im Moment nichts mehr so, wie wir es gewohnt sind. Die verhängten Quarantänemaßnahmen bringen viele Veränderungen und Einschränkungen. Ausflüge in Nachbargemeinden, lange Spaziergänge usw. sind dezidiert nicht mehr erlaubt. Die  Versorgung in Tirol, die bleibt aber weiterhin sichergestellt.

Unsere Lebensmittelversorgung ist gesichert! Von Lebensmitteln und Trinkwasser geht keine Gefahr vom Corona-Virus aus. Ganz wichtig ist auch, weiterhin einen gewissen Vorrat an Grundnahrungsmitteln zuhause zu haben. Hamsterkäufe sind aber nach wie vor nicht angebracht, das muss man immer wieder sagen, weil eben die Versorgung in Tirol gesichert ist.

Sagt Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler.



Die meisten Tiroler arrangieren sich recht gut mit der aktuellen Situation und bleiben auch dahoam. Bei einigen scheint der Appel bzw. die Maßnahmen aber nicht angekommen zu sein. Die Tiroler Polizei hat nämlich bereits 91 Personen angezeigt, weil sie sich nicht an die Ausganssperren gehalten haben.



Solidarisch zeigen sich ja im Moment viele in unserem Land und wollen helfen wo es geht, darunter auch viele Medizin Studenten der Uni Innsbruck. Rund 200 angehende Ärzte haben sich seit Anfang der Woche freiwillig gemeldet, um im Corona-Ernstfall in einem der Tiroler Krankenhäuser eingesetzt zu werden.



Noch weitere Meldungen abseits Corona. Gestern ist am Nachmittag in Pfons im Wipptal im Bereich der Bahngeleise ein Böschungsbrand ausgebrochen, der sich auf knapp 5000 Quadratmeter ausgebreitet hat. Grund dafür dürfte ein verursachter Funkenflug eines Zuges gewesen sein. Der Brand ist von den Freiwillgen Feuerwehren Matrei am Brenner, Pfons und Mühlbachl bekämpft worden. Mehr als zwei Stunden danach konnte „Brand aus“ gegeben werden. Verletzt wurde niemand. Welcher Schaden dadruch entstanden ist, wird noch ermittelt.



Und vielleicht haben sie es ja ohnehin schon gemerkt, die Pollensaison hat begonnen.  Schon seit Februar spüren Allergiker die Pollenbelastung, Erle und Hasel sind sogar schon wieder verblüht. Uwe Berger, der Leiter des österreichischen Pollenwarndienstes, weiß: die Pollensaison heuer wird extrem sein:

Die Belastungen durch Erle, Hasel und Esche sind teilweise um ein Vielfaches höher als normal. Das mag mehrere Gründe haben, sei es die Erwärmung, sei es die Belastung durch Schadstoffe. Fakt ist, Erle und Hasel haben stark belastet. Wir sehen dieselbe Tendenz bei Esche und Birke. Der Besatz am Baum ist unverhältnismäßig stark, das bedeutet wenn die Kätzchen aufgehen, so wie es bei der Esche momentan ist, dann wird sehr viel in der Luft sein.

Dass die Pollenbelastung heuer um ein Vielfaches höher ist, als normal, das liegt vor allem am außergewöhnlich warmen, und niederschlagsarmen Winter.
Mehr zur heurigen Pollensaison, hören Sie heute am Vormittag auf Radio U1 Tirol.