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Samstag, 4. April 2020

* Coronaparties in Kematen und Reutte aufgelöst

* Polizei kontrolliert Einhaltung der Quarantäne jetzt auch aus der Luft

* Abreise von Saisonarbeitern in Sölden

Eine runde Zahl heute in Bezug auf Corona: aktuell sind in Tirol 2.000 Menschen am Coronavirus erkrankt. Insgesamt sind in den letzten Wochen 2.758 Personen in Tirol positiv auf das Coronavirus getestet worden, mehr als ein Viertel der Infizierten ist aber bereits wieder gesund. Allerdings sind gestern im Laufe des Tages zwei weitere Coronapatienten verstorben. Es handelt sich um einen 79-jährigen Mann aus dem Bezirk Innsbruck Land, bei dem keine Vorerkrankungen bekannt sind, und um einen 99-Jährigen aus dem Bezirk Landeck. Insgesamt gibt es in Tirol damit bis dato 31 Corona-Todesfälle zu beklagen.



Ein Großteil der Tiroler Bevölkerung hält sich vorbildlich an die Quarantäneregeln. Allerdings lockt das schöne Wetter dieser Tage natürlich auch ins Freie. ABER: mehr als ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft ist nicht drin. Weiterhin gilt: Radfahren, Wandern, Skitourengehen und Co sind explizit verboten. Die Tiroler Polizei ruft deshalb nochmal alle ausdrücklich dazu auf, weiterhin zu Hause zu bleiben. Die Tiroler Berge werden in den nächsten Tagen von Alpin- und Flugpolizei verstärkt kontrolliert, auch aus der Luft! Wer sich nicht an die strengen Verkehrsbeschränkungen hält, dem drohen saftige Strafen, nämlich bis zu 3.600 Euro.


„Ich kann nur an Sie appellieren, geschätzte Damen und Herren, bleiben Sie zu Hause! Die Polizei steht nach wie vor an Ihrer Seite, jedenfalls an der Seite all jener, die sich an die Verkehrsbeschränkungen halten!“


Sagt Tirols Landespolizeidirektor Edelbert Kohler.



Nach wie vor gibt es aber offenbar etliche Unbelehrbare in unserem Land. So ist zum Beispiel ein 41-Jähriger vorgestern in der Früh nach einem Streit mit seiner Lebensgefährtin in Scharnitz zu einer Wanderung aufgebrochen. Weil er am nächsten Tag noch immer nicht wieder zurück war, hat die Frau Alarm geschlagen. Eine Handypeilung hat ergeben, dass er im Bereich des Seefelder Jochs eingeloggt war, dort ist er dann per Polizeihubschrauber gesucht worden. Der Mann hat angegeben, es zu Hause nicht mehr ausgehalten zu haben, und hat deshalb in einer Kapelle übernachtet. Er wird wegen Übertretungen nach dem COVID-Gesetz angezeigt, und muss mit mehreren tausend Euro Geldstrafe rechnen.



Wenn es Ihnen auch so geht, und Sie es manchmal zu Hause einfach nicht mehr aushalten, dann haben wir jetzt einige Tipps für Sie. Durch das Zusammenleben auf engem Raum in der aktuellen Quarantäne-Situation in Tirol, die räumliche Nähe und fehlende Rückzugsmöglichkeiten kommt es oft zu vermehrter Aggression, manchmal sogar zu häuslicher Gewalt. Doch was tun, damit die Situation daheim nicht eskaliert? Wer wütend ist, oder befürchtet, die Kontrolle zu verlieren, sollte sich bewusst eine Pause gönnen, und sich mit positiven Gedanken ablenken. Helfen kann auch ein klar strukturierter Tagesablauf, und eine Aufgabenverteilung im Haushalt, unter allen Familienmitgliedern. Schaffen Sie sich persönliche Rückzugsorte, gehen Sie kurz an die frische Luft, lesen Sie ein Buch, hören Sie über Kopfhörer Musik oder gönnen Sie sich ein entspannendes Bad. Auch Zukunftspläne oder Erinnerungen, zum Beispiel an den letzten Urlaub, können von der Situation ablenken. Vermeiden Sie übermäßigen Alkoholkonsum, und pflegen Sie weiterhin Freundschaften, jetzt einfach telefonisch, oder über soziale Netzwerke. Wenn Sie Hilfe brauchen, gibt es verschiedene Hotlines, wie zum Beispiel die 24-h Frauen Helpline unter der 0800 222 555, Rat auf Draht, die Corona Sorgen Hotline oder auch diverse Männerberatungshotlines.



In Sölden hat unterdessen gestern Freitag die kontrollierte Abreise von Saisonmitarbeitern aus dem Ausland und den anderen, österreichischen Bundesländern begonnen. Allein gestern sind rund 340 Personen, und damit rund die Hälfte aller Saisonarbeiter im Ort ausgereist, der Rest soll heute und morgen folgen. Alle Ausreisenden werden behördlich kontrolliert, müssen im Konvoi fahren und werden bis zur Grenze begleitet, und dort an die ausländischen Behörden übergeben, damit alles in geordneten Bahnen abläuft. Zudem gibt es entsprechende Formulare der Gesundheitsbehörden, die von Tirol aus auch an den jeweiligen Hauptwohnsitz der Saisonarbeiter übermittelt werden.



Auch wenn sich der Großteil der Bevölkerung vorbildlich an die strengen Quarantäne-Regeln hält, und die Gemeindegrenzen nicht verlässt, außer wenn beruflich notwendig, so muss sich die Polizei immer wieder mit einigen Unbelehrbaren herumschlagen. In Kematen haben die Beamten gestern Nachmittag eine Corona-Grillparty auflösen müssen, alle acht Personen werden wegen Vergehen nach dem Epidemiegesetz angezeigt.  



Ähnliches Szenario gestern Mittag auch in der Wohnung eines Mehrparteienhauses in Reutte. Fünf Personen haben dort eine Coronaparty gefeiert, und neben Alkohol dort auch diverse Drogen konsumiert. Die Polizei hat in der Wohnung unzählige Suchtmittel und Utensilien gefunden und sichergestellt. Die Partygäste werden gleich mehrfach angezeigt, unter anderem wegen Übertretungen nach dem Epidemiegesetz und nach dem Suchtmittelgesetz.



Aus dem aktuellen Gletscherbericht des österreichischen Alpenvereins zeigt sich: der Gletscherschwund in den heimischen Bergen schreitet unaufhaltsam voran: 86 der 92 beobachteten Gletscher haben sich zurückgezogen, fünf haben sich fast gar nicht verändert und einer hat sogar einen geringfügigen Vorstoß aufgewiesen. Das ist aber vielmehr ein Schein aufgrund des nach vorne kippenden Eisrands und erklärt auch den mittleren Rückzugsbetrag, der 2018/19 bei -14,3 Metern und das Jahr zuvor bei knapp -17 Metern gelegen ist. Die Gletscherbedingungen waren im Osten der österreichischen Alpen generell gletschergünstiger. Zu den am stärksten rückgängigen Gletschern zählt unter anderem der Schweikertferner in den Ötztaler Alpen.



In Matrei am Brenner hat es gestern Nachmittag gebrannt. In einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus ist bei einem E-Herd ein Feuer ausgebrochen, ein Nachbar hat unter dem Türspalt Rauch aus der Wohnung bemerkt, und die Rettungskette in Gang gesetzt. 30 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Matrei haben den Brand rasch löschen können. Der Wohnungseigentümer hat sich, als er seine Haustiere aus der Wohnung gerettet hat, eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Er ist ins LKH Hall eingeliefert worden.



Und gute Nachrichten für viele heimischen Kleinunternehmer, die während der Coronakrise keine Einnahmen haben. Der Nationalrat hat gestern Abend das dritte Coronapaket beschlossen. Der Härtefallfonds wird von einer auf zwei Milliarden aufgestockt, und in einer zweiten Tranche können jetzt auch jene Unternehmer staatliche Unterstützung beantragen, die beispielsweise mehrfach versichert sind. Auch die Zuverdienstgrenzen aus der ersten Tranche fallen jetzt weg. Anträge können nach Ostern gestellt werden, ebenso Anträge auf Betriebskostenzuschuss. Ab nächster Woche Mittwoch können Unternehmer bei ihrer Bank außerdem Kreditgarantien der Republik Österreich beantragen.